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Kleine Moleküle mit großer Wirkung

Widerstand gegen Krebszellen

Tumorzellen sind im Vergleich zu gesunden Zellen des Körpers durch ein unkontrolliertes Wachstum geprägt. Diese Eigenschaft macht Tumorzellen besser angreifbar in ihrem Zellzyklus als gesunde Zellen. Neben den herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten wie die Strahlen- oder Chemotherapie kommen immer häufiger zielgerichtete Therapien bei einer Krebsbehandlung zum Einsatz, darunter auch kleine Moleküle. Diese kleinen Moleküle greifen direkt die Krebszellen an und verschonen dabei die meisten gesunden Zellen. Dadurch sind sie besser verträglich als die klassische Chemotherapie, bei der fast alle Zellen angegriffen werden.

Bei diesen kleinen Molekülen handelt es sich um Hemmstoffe (z. B. Kinase-Inhibitoren). Sie verfügen über die Fähigkeit, die Kommunikation in einer Zelle zu erschweren oder sogar zu blockieren. Dazu binden sie an ein bestimmtes Enzym. Enzyme sind körpereigene Stoffe, die unter anderem verantwortlich für die Aktivierung vieler wichtiger Signalwege in der Zelle sind. In Krebszellen sind manche dieser Enzyme besonders aktiv. Bindet ein solches Molekül an ein Enzym, wird es in seiner Funktion gehemmt und damit auch die Krebszelle.

Bessere Verträglichkeit durch gezielten Angriff der Krebszellen

Durch die moderne Forschung konnten kleine Moleküle entwickelt werden, die gezielt an ein dauerhaft aktives Enzym in einer Krebszelle binden und somit die Kommunikation in der Zelle verändern. Das Besondere an einer zielgerichteten Therapie gegenüber einer klassischen Chemotherapie sind die geringeren Nebenwirkungen. Da die kleinen Moleküle nur eine spezifische Art Enzym angreifen und hemmen, bleibt der restliche Organismus größtenteils verschont.

Krebszellen zur Selbstzerstörung zwingen

Einige Moleküle binden beispielsweise an ein bestimmtes Enzym in der Tumorzelle. Dieses Enzym signalisiert der Zelle am Leben zu bleiben und sich zu vermehren. Das Blockieren dieses Enzyms führt dazu, dass die Krebszelle aufhört sich zu vermehren und sich selbst zerstört.

Die Anwendung von kleinen Molekülen

Die meisten kleinen Moleküle können als Tabletten eingenommen werden. Eine weitere Darreichungsform ist die intravenöse (in die Blutbahn) oder subkutane (unter die Haut) Injektion. Die Dauer sowie zeitliche Abfolge der Behandlungen muss je nach Präparat und Krebsart individuell geplant werden.

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