Warum Adhärenz bei der Therapie so wichtig ist Krebshilfe Krebserkennung Krebsfrüherkennung

Der Erfolg der Therapie hängt auch vom Patienten ab

Warum Adhärenz bei der Therapie so wichtig ist

Bis zu einem Viertel aller neu entwickelten Zytostatika werden inzwischen oral verabreicht. Für Sie als Patient hat das große Vorteile, beinhaltet aber auch eine gewisse Verantwortung. Es liegt an Ihnen, Ihre Medikamente regelmäßig und wie vom Arzt verschrieben einzunehmen. Man spricht dabei von Adhärenz.

Wer seine Medikamente nach vorheriger Absprache mit dem Arzt selbst einnimmt, genießt ein deutlich höheres Maß an Unabhängigkeit und Flexibilität. Dabei ist maximale Adhärenz wichtig, damit die Therapie die gewünschte Wirkung erzielen kann. Unter Adhärenz wird die Einhaltung der gemeinsam mit dem Arzt besprochenen Vorgehensweise hinsichtlich der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten sowie der Berücksichtigung der verordneten Dosis und Dauer der Therapie verstanden. Jede Abweichung kann ein Risiko darstellen und Einfluss auf das Therapieergebnis haben.

 

Den Therapieerfolg nicht riskieren

Es gibt viele Ursachen für eine verringerte Adhärenz. Gründe hierfür können sein, dass ein spürbarer Therapieerfolg zunächst ausbleibt oder Patienten sich wegen der Nebenwirkungen der Therapie immer schlechter fühlen. Eine Ursache kann aber auch darin bestehen, dass sich die Patienten krankheitsfrei fühlen, sodass der trügerische Gedanke aufkommen kann, es gäbe zum Beispiel eine vorzeitige Heilung und die Therapie könne beendet oder unterbrochen werden. Ein weiterer denkbarer Grund: Im Alltag vergisst man leicht die regelmäßige Einnahme, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum hinzieht. Ein veränderter Alltag, beispielsweise im Urlaub oder in anderen besonderen Situationen, kann die regelmäßige Einnahme zusätzlich erschweren.

 

Informieren und unterstützen

Situationen wie diese können bei einer eigenständigen Einnahme immer wieder vorkommen. Dann ist es wichtig, geeignete Ansprechpartner zu haben: Diese können entweder die behandelnden Ärzte oder auch das Pflegepersonal sein. Klären Sie im Vorfeld ab, an wen Sie sich im Zweifelsfall wenden können, um in schwierigen Situationen zu wissen, was es zu tun gilt. Aufkommende Fragen sollten Sie sich am besten notieren, z.B. in einem Tagebuch, um diese spätestens beim nächsten Termin klären zu können. Aber Sie können auch selbst einiges tun, um dem Vergessen entgegenzuwirken. Erinnerungshilfen wie ein Wecker, eine App mit entsprechender Funktion und/oder ein Wochendispenser bieten sich hier an. Unterstützend wirken ebenso feste Rituale, wie bspw. die Tabletteneinnahme nach dem Zähneputzen.

 

Sprechen Sie neben Ihrem Arzt auch das Pflegepersonal in der Praxis oder Klinik auf das Thema an. Sicherlich bekommen Sie dort weitere Hilfsangebote für eine optimale Adhärenz. Ausführliche Informationen zum Thema und viele Tipps, wie jeder zum Erfolg seiner Behandlung beitragen kann, hat beispielsweise die Techniker Krankenkassen auf einer Website zusammengestellt. 

zurück zur Übersicht

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren