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Worauf man bei Wundermitteln aus dem Internet achten sollte

Therapieangebote im Netz

Selbst aktiv werden und alternative Methoden ausprobieren - diesen Wunsch haben viele Krebspatienten, die verständlicherweise nach jedem Strohhalm greifen, der sich ihnen bietet. Manche Heilversprechen und Wundermittel aus dem Internet wirken da sehr verlockend. Lesen Sie hier, worauf Sie bei solchen Angeboten achten sollten.

Zahlreiche Internetseiten bieten Alternativverfahren zur Krebstherapie an, die „sanfter“ wirken sollen als die vermeintlich „aggressive“ Schulmedizin. Bei solchen Verfahren stehen oft individuelle Bedürfnisse oder auch der persönliche Kontakt im Mittelpunkt – Aspekte, die Patienten bei ihrem behandelnden Arzt manchmal vermissen. Doch können diese Angebote ihre Versprechen wirklich halten?

Vorsicht ist geboten!

Alternative Therapien oder Komplementärmedizin sind immer als Ergänzung zur Standardtherapie zu betrachten und sollten mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, um Wechselwirkungen auszuschließen.

Besonders aufmerksam und kritisch gegenüber Alternativangeboten sollten Sie vor allem dann sein, wenn

  • Ihnen geraten wird, nicht mit Ihrem Onkologen über die jeweilige Methode zu sprechen – und wenn Sie keine Unterlagen erhalten.

  • Ihnen von gleichzeitigen Chemo-, Strahlen- oder operativen Therapien abgeraten wird.

  • auffällig hohe Kosten für eine Methode anfallen.

  • Ihnen versprochen wird, dass eine Methode bei allen Patienten, gegen jede Krebsart und in allen Krankheitsstadien wirksam ist.

  • Sie im Voraus oder in bar zahlen sollen.

Um ein Angebot so objektiv wie möglich beurteilen zu können, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welchen Hintergrund und welche Erfahrung besitzt der Anbieter? Ist er Arzt oder Heilpraktiker? Können Sie die Angabe überprüfen?

  • Wie genau wirkt das Verfahren? Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen? Was kann die Methode bieten und was nicht?

Wenn Sie sich für alternative Therapieverfahren gegen Krebs interessieren, sollten Sie sich umfänglich informieren und auch das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt suchen. In unserem Ärzteverzeichnis finden Sie einen passenden Onkologen in Ihrer direkten Umgebung, mit dem Sie über die verschiedenen Angebote aus dem Internet sprechen können.

Hilfreich ist es auch, mit der eigenen Krankenkasse Rücksprache zu halten. Diese informiert Sie über mögliche Kostenübernahmen der alternativen Verfahren. Weitere Hilfen bietet zudem der Krebsinformationsdienst und das Kompetenznetz Komplementärmedizin. Hier erhalten Sie zusätzliche Informationen, Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und Adressen von weiteren Ansprechpartnern.

Seriöse Information: Das CAM-Cancer-Projekt

CAM-Cancer ist ein internationales Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Informationen zu alternativen Verfahren bereitzustellen. Hier finden Sie Dokumentationen zu verschiedenen Methoden und Mitteln – allerdings lediglich in englischer Sprache.

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