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Krebskranke Kinder

Sterbebegleitung von Kindern und Jugendlichen

Obwohl die Krebsbehandlung bei Kindern und Jugendlichen bei den meisten zur Heilung führt, gibt es auch einen geringeren Anteil an Kindern, die nicht überleben. In Deutschland sterben circa 600 Kinder und Jugendliche jährlich an Krebs. Sie bis zum Tod zu begleiten ist für alle Beteiligten besonders schwierig.

Ein Kind zu verlieren ist für Eltern wohl das Schlimmste, was im Leben geschehen kann. Den nahenden Tod des eigenen Kindes zu akzeptieren und beim Prozess des Loslassens auch die Bedürfnisse des Kindes nicht außer Acht zu lassen, stellt viele Eltern vor eine Zerreißprobe. Sowohl den Eltern als auch den behandelnden Ärzten fällt es extrem schwer, Entscheidungen über weitere Behandlungsmaßnahmen oder deren Abbruch zu treffen und offen mit ihren Kindern zu sprechen.

Für das Kind ist es in dieser Situation wichtig, sich geborgen zu fühlen und die Nähe zu seinen Eltern zu spüren. Nach oft monate- oder jahrelangem Aufenthalt in Krankenhäusern sehnt sich die gesamte Familie oft nach einer vertrauten Umgebung, nach ungestörtem, intimem Beisammensein und häufig auch das Kind nach seinem eigenen Zimmer. Ehrenamtliche Mitarbeiter von ambulanten Hospizdiensten können Familien in dieser Zeit begleiten und entlasten. Kann das Kind eine pflegerische Einrichtung nicht verlassen, bieten stationäre Kinderhospizdienste eine familienfreundliche Umgebung, eine altersgerechte Versorgung und Unterstützung. Nicht zuletzt können professionelle Begleiter wichtige Stützen bei dem schwierigen Prozess des Loslassens und der Trauerbewältigung für Eltern und Geschwister sein .

Mit Kindern und Jugendlichen über den Tod sprechen.

Für krebskranke Kinder und Jugendliche ist es wichtig, dass ihnen in dieser Situation die Wahrheit gesagt wird. Kinder nehmen oftmals die Gefühle ihres Umfeldes wahr und spüren bereits, was auf sie zukommen wird. Deshalb sollten sie die Möglichkeit bekommen, sich mit ihrem eigenen Sterben und Tod befassen zu dürfen und auch die Gelegenheit haben, darüber zu sprechen, Fragen zu stellen und Vorstellungen zu entwickeln, wenn sie möchten. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Vorstellungen von Sterben und Tod altersabhängig sind. Ein Vorschulkind kann den Tod noch nicht auf sich selbst beziehen, wohingegen Jugendliche ähnlich wie Erwachsene reagieren und in ihrer besonderen Lebensphase sehr verletzlich sind. Auch das Erleben und Ausdrücken der eigenen Trauer ist bei Kindern und Jugendlichen entwicklungs- und altersspezifisch. Eltern und Pflegende von sterbenden Kindern und Jugendlichen versuchen deshalb eine altersgemäße Sprache zu finden.

Weitere Informationen

„Begleiten von sterbenden Kindern und Jugendlichen“ von Gabriele Glanzmann und Eva Bergsträßer ist ein praktischer Ratgeber für Eltern und Pflegende.

Der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. stellt Ihnen mit seinen Angeboten Hilfe und Unterstützung zur Verfügung. Informationen zur Kinderhospizarbeit in Deutschland finden Sie beim Deutschen Kinderhospizverein e.V.

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