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Sarkom und Karzinom

Solide Tumore - der „klassische“ Krebs

Unter dem Überbegriff „Krebs“ werden allgemein solide Tumore verstanden – sei es der Brust-, Lungen- oder Hautkrebs. Innerhalb der Krebserkrankungen unterscheiden sich solide Tumore nur von den Krebserkrankungen des Blutes.

Zunächst bezeichnet der Begriff solider Tumor lediglich eine Ansammlung entarteter Zellen, die solide - also örtlich festgesetzt - ist. Diese kann gut- oder bösartig sein.

Im Fall einer bösartigen Schwellung ist von einer Krebserkrankung die Rede. Darunter fallen Sarkome und Karzinome (die Endung -om bezeichnet immer eine bösartige, schnellwachsende Geschwulst). Hat der ursprüngliche Tumor (= primäre Tumor) bereits gestreut, nennt man diese Ableger Metastasen.

Was ist ein Sarkom?

Bei einem Sarkom handelt es sich um Krebszellen, die vom Bindegewebe aus entstehen und bereits sehr früh in die Blutgefäße metastasieren. Unterschieden werden zwei Arten von Sarkomen:

  • Knochensarkom: Tumore, die aus dem Knochen- und/oder Knorpelgewebe heraus entstehen und vermehr bei jungen Menschen zwischen dem 10. und 30. Lebensjahr auftreten.
  • Weichgewebssarkom: Tumore, die aus dem Fettgewebe heraus entstehen und jede Altersgruppe betreffen können. Am häufigsten sind Beine und Füße betroffen.

Was ist ein Karzinom?

Als ein Karzinom wird eine bösartige Geschwulst bezeichnet, die im Deckgewebe von Haut oder Schleimhaut entsteht. Gängige Beispiel für Karzinome sind Hoden,- Leber-, Magen-, Brust-, oder Kehlkopfkrebs. Karzinome machen 80% aller Krebserkrankungen aus.

Behandlung solider Tumore

Solide bösartige Tumore werden grundsätzlich operativ entfernt und anschließend mit Chemo- oder Strahlentherapie oder einer Kombination aus beidem aus dem gesamten Organismus entfernt. Welche Option infrage kommt, wird immer individuell entschieden. Ausnahmen bilden Tumore, die ungünstig (z.B. zu nah an der Aorta) liegen und bei denen damit ein operativer Eingriff ein zu hohes Risiko birgt.

Es kann bis zu fünf Jahre dauern, bis sich vom Primärtumor gebildete Metastasen zu erkennen geben. Ob eine Behandlung wirklich alle bösartigen Zellen entfernt hat oder ob es doch zu einem Rezidiv (=Rückfall) kommt, lässt sich deshalb erst nach längerer Zeit sagen. Sind auch fünf Jahren nach der Behandlung keine bösartigen Geschwulste mehr zu finden, kann die Behandlung als erfolgreich bewertet werden.

Nachfolgend haben wir Ihnen die häufigsten soliden Tumoren aufgelistet:

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