Schadstoffe in unserer Umwelt als Krebsrisiko Krebshilfe Krebserkennung Krebsfrüherkennung

Risikofaktor Umweltgifte

Schadstoffe in unserer Umwelt als Krebsrisiko

Es ist bekannt, dass bestimmte Schadstoffe in unserer Umwelt die Entstehung von Krebs begünstigen können. Am bekanntesten ist sicher Asbest. Lesen Sie, wann und wo wir krebserregenden Stoffen ausgesetzt sind, wie groß das Risiko wirklich ist und wie Sie sich schützen können.

Die krebserregende Wirkung von Asbest gilt heute als eindeutig gesichert. Deswegen wird der Baustoff schon seit über 20 Jahren nicht mehr eingesetzt und konsequent aus alten Gebäuden entfernt. Neben Asbest gibt es weitere Schadstoffe, die im Verdacht sind, die Entstehung von Krebs zu fördern.

Luftverschmutzung als Krebsrisiko?

Zu den wichtigsten krebserregenden Luftschadstoffen zählen Abgase aus dem Straßenverkehr und der Industrie. Der daraus entstehende Feinstaub ist nachweislich eine Ursache von Lungenkrebs. In Deutschland konnte die Feinstaub-Belastung durch strenge Grenzwerte seit den 1990er Jahren stark gesenkt werden, Grenzwertüberschreitungen sind aber immer noch die Regel. Deshalb können hierdurch verursachte Gefahren für die menschliche Gesundheit in Deutschland werden.

Auch Belastungen durch Dieselabgase im Straßenverkehr können krebserregend sein. Studien zeigen, dass Personen, die oft und über einen längeren Zeitraum Dieselabgasen ausgesetzt sind, ein höheres Lungen-, Blasen- und Brustkrebsrisiko aufweisen. Aktuelle Messdaten der Luft können Sie beim Umweltbundesamt nachlesen.

Schadstoffe in unserer Kleidung

Ob Farbstoffe, Dünger- und Pflanzenschutzmittel oder Nanopartikel: Viele Schadstoffe, die in der Kleidung vorhanden sind oder bei der Produktion zum Einsatz kommen, stehen im Verdacht, einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit zu haben. Leider gibt es keine Zulassungs- und Anmeldepflicht für Textilien, weshalb umfassende Kenntnisse über mögliche Risiken fehlen.

Von so genannten Azofarbstoffen ist jedoch bekannt, dass sie krebserregend sind, weshalb damit behandelte Kleidung EU-weit verboten wurde. Vorsichtig sollte man jedoch bei importierten Textilien aus Nicht-EU-Staaten sein, die diese Farbstoffe gelegentlich noch enthalten. In bügelfreier Kleidung konnte Formaldehyd nachgewiesen werden, das im Verdacht steht, bei hoher Konzentration krebserregend zu sein.

Belastungen durch Kleidung können Sie vorbeugen, indem Sie neue Kleidung vor dem Tragen waschen und auf bügelfreie Kleidung verzichten. Ein bekanntes Gütesiegel ist Öko-Tex Standard 100 und 1000. Das 100-Siegel betrachtet nur das Endprodukt, bei dem 1000-Siegel wird auch die Betriebsstätte und die Herstellung nach umweltfreundlichen Kriterien überprüft.

Made in China: Kinderspielzeug immer wieder in den Schlagzeilen

In regelmäßigen Abständen melden Medien, dass giftige Stoffe in Kinderspielzeug gefunden wurden. Da Kinder mit Spielzeug in engen körperlichen Kontakt kommen, ist die Sorge groß, dass sie krebserregende Stoffe aufnehmen können. Nickel, Blei, Cadmium, Formaldehyd, Borsäure und Weichmacher sind kritische Substanzen, die in Spielzeug vorkommen können. Nach EU-Spielzeugrichtlinie dürfen sie nur in unbedenklichen Mengen in den Spielzeugen enthalten sein.

Besonders polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die in Weichmachern in Kinderspielzeug zum Einsatz kommen, wurden immer wieder bei Tests in hoher Konzentration gefunden. Einen Grenzwert gibt es für PAK EU-weit noch nicht. PAK wird über die Haut absorbiert und steht im Verdacht, sowohl krebserregend als auch erbgutschädigend zu sein.

Um sich und das eigene Kind vor schadstoffhaltigen Spielzeug zu schützen, empfiehlt es sich, beim Kauf bereits auf den Geruch des Spielzeugs und enthaltenes PVC zu achten, das Weichmacher enthalten kann. Hilfreich sind bekannte Spielzeug-Prüfsiegel für unbedenkliches Spielzeug wie zum Beispiel das TÜV-Proof-Zeichen, das GS-Zeichen und das Spiel gut-Zeichen.

Wer kontrolliert die Schadstoffbelastung?

Schadstoffausstoß und Umweltbelastungen, aber auch gesundheitsgefährdende Substanzen in Gebrauchswaren werden auf deutscher und europäischer Ebene gesetzlich geregelt und deshalb auch regelmäßig überprüft. Dadurch wird die gesundheitliche Belastung so gering wie möglich gehalten und neue schädliche Einflüsse werden schneller entdeckt und eingeschränkt.

Weiterführende Informationen

Sollten Sie noch Informationen benötigen oder Fragen haben, können Sie sich auf unterschiedlichste Weise erkundigen:

Zusätzliche Informationen zum Thema Krebsrisiko durch Umwelteinflüsse sowie eine Auflistung weiterer Ansprechpartner finden Sie beim Krebsinformationsdienst und bei der Deutschen Krebsgesellschaft.

zurück zur Übersicht

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren