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Themenspecial Lymphome

Lymphom: Verborgene Krankheit mit vielen Fragen

Schätzungen zufolge erhalten weltweit rund 350.000 Menschen die Diagnose „Lymphom“. Seit 2004 wird jährlich am 15. September auf diese seltene Erkrankung aufmerksam gemacht. Hinter dem Begriff „Lymphom“ verbirgt sich Krebs im Lymphsystem, daher wird auch oft vom Lymphdrüsenkrebs gesprochen. Unser Themenspecial gibt die wichtigsten Antworten auf Fragen zu dieser Krebserkrankung.

Das Lymphsystem – Abwehrnetz im ganzen Körper

Das Lymphsystem ist über den ganzen Körper verteilt und gehört zu unserer körpereigenen Abwehr – dem Immunsystem. Es enthält die sog. Lymphflüssigkeit (Lymphe), die in einem Kreislauf Eiweiße, Nährstoffe, Zellen und auch Abfallprodukte durch unseren Körper transportiert. Zum Lymphsystem zählen: die Lymphknoten und Organe wie Thymus und Milz

Die Lymphbahnen: ähnlich der Blutgefäße durchziehen die Lymphbahnen unseren ganzen Körper und verbinden somit die Lymphknoten und Organe miteinander.

Blutzellen: ein weiterer wichtiger Teil unseres Abwehrsystems sind spezialisierte Blutzellen, die weißen Blutkörperchen. Sie helfen uns dabei, Krankheiten abzuwehren. Zu diesem Zweck lagern sie sich in den Lymphknoten in der Nähe der betroffenen Stelle an. Deshalb sind zum Beispiel die Lymphknoten am Hals geschwollen, wenn wir Halsschmerzen haben.

Lymph- und Blutbahnen – die Schnellstraße der Blutkörperchen

Von einem bösartigen (malignen) Lymphom spricht man, wenn sich gesunde weiße Blutkörperchen, sog. Lymphozyten, sich verändern. Sie werden funktionsunfähig, vermehren sich unkontrolliert und verdrängen gesunde Zellen. Über die Lymph- und Blutbahnen verbreiten sie sich im Körper und lagern sich in den Lymphknoten und gegebenenfalls weiteren Orten wie Leber, Milz oder Knochenmark an. Dadurch können sie zu einer Schwellung der Lymphknoten, aber auch zu einer Vergrößerung der Milz oder Leber führen. Die häufigsten Ursachen für örtliche Lymphknotenvergrößerungen sind entzündliche Veränderungen. Die Ursache für diese krankhafte Veränderung ist noch nicht endgültig geklärt.

Es gibt viele Arten von Lymphomen

Die Krankheit wird in zwei Untergruppen unterteilt werden:

  • Die Hodgkin- Lymphome, benannt nach dem Arzt Thomas Hodgkin. In den Lymphknoten sind bestimmte krankheitsspezifische Zellen nachweisbar

  • Non-Hodgkin-Lymphome. Dies sind alle Erkrankungen die keine spezifischen Kranheitszellen aufweisen. Der Überbegriff umfasst viele verschiedene Krebsarten von verschiedener Ausprägung. Wir haben einige Informationen zu den häufigsten Formen für Sie zusammengetragen. Durch Anklicken der jeweiligen Form werden Sie automatisch zum dazugehörigen Text geleitet:

Symptome bei einer Lymphom-Erkrankung

Je nach Lymphom-Art können auch unterschiedliche Krankheitszeichen, also Symptome, auftreten. Ein erstes Anzeichen kann ein geschwollener Lymphknoten sein. Häufig treten zusätzlich unspezifische Symptome wie eine unerklärliche Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Fieber oder Nachtschweiß auf.

 

Welche Therapien gibt es?

Obwohl es sich bei malignen Lymphomen um eine bösartige Erkrankung handelt ist nicht immer eine sofortige Therapie nötig. Ist der Patient beschwerdefrei, kann in manchen Fällen auf eine Behandlung verzichtet werden. In dieser Zeit wird die Erkrankung in bestimmten Zeitabständen kontrolliert. Dies ist beispielsweise bei der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) der Fall, denn es handelt sich um eine chronische Erkrankung, die langsam fortschreitet. Eine Therapie erfolgt erst, wenn bestimmte Krankheitswerte erreicht werden.

Die möglichen Therapieoptionen bei Lymphomen haben wir ebenfalls für Sie zusammengefasst. Auch hier können Sie durch Anklicken zu den jeweiligen Texten kommen.

Fortschritt durch Forschung – neue Wege für Lymphom-Patienten

Die Erforschung maligner Lymphome hat in den letzten Jahren enorm an Fahrt aufgenommen. Die Entstehung der Krebszellen wird heute viel besser verstanden. Das ist die Grundlage für zielgerichtete Therapien, mit neuen Wirkansätzen. Durch die weitere Forschung besteht die Hoffnung, irgendwann die Heilung von Lymphom-Erkrankungen zu erreichen.

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