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Sportangebote für Krebspatienten

Körperlich fit durch Rehabilitation

Eine onkologische Rehabilitation beinhaltet diagnostische und therapeutische Leistungen. Das bedeutet: Der Rehabilitierungsgedanke spielt hier eine ganz zentrale Rolle. Die Bewegungstherapie verfolgt dabei das Ziel, die körperlichen und seelischen Auswirkungen einer Krebstherapie zu lindern oder im Idealfall zu beseitigen.

Jede Krebsart, jede Krebstherapie und jede damit verbundene Auswirkung sind individuell und unterscheiden sich in vielen Punkten von vergleichbaren Fällen. Deshalb müssen die Ziele einer Bewegungstherapie stets individuell ausgerichtet sein. In der Regel werden sie in enger Abstimmung mit dem Patienten entwickelt.

Wann kommt eine onkologische Rehabilitation infrage?

Eine Rehabilitation kann erst in Betracht gezogen werden, wenn die primäre Krebsbehandlung abgeschlossen ist. Zu Beginn der Rehabilitation schafft eine diagnostische Untersuchung die Basis für die Beurteilung von Sporttauglichkeit und Leistungsfähigkeit des Betroffenen. Darauf aufbauend wird dann entschieden, ob eine ausreichende Belastungsfähigkeit für eine onkologische Rehabilitation gegeben ist. Durchgeführt wird sie von Sportmedizinern und Kardiologen oder auch in speziellen Rehabilitationseinrichtungen.

Wer trägt die Kosten?

Jeder Krebspatient hat ein Anrecht auf Rehabilitationssport. Das heißt:  In der Regel unterstützen die Krankenkassen sowie weitere Institutionen  die Teilnahme an entsprechenden Angeboten.

Für die Kostenübernahme ist ein ärztliches Rezept erforderlich. Im Schnitt unterstützt die Kasse 18 Monate lang eine begleitende Bewegungstherapie. Detailliertere Informationen zu Unterstützung und Rahmenbedingungen einer begleitenden Sporttherapie geben die Krankenkassen.

Welche Sportangebote kann ich außerdem wahrnehmen?

Über den onkologischen Rehabilitationssport hinaus gibt es weitere Sportangebote, die sich für Betroffene eignen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Medizinisches Qi Gong: Diese Methode wurde für Patienten entwickelt und umfasst Atemtechniken, Bewegung im Freien und Übungen zur Visualisierung.
  • (Nordic) Walking: Diese Methode ist gelenkschonender als Joggen und trainiert trotzdem 80 Prozent der Muskeln. Durch die Trainingsstöcke werden auch die Muskeln des Oberkörpers beansprucht.
  • Yoga: Bei diesen Entspannungstechniken werden Körper und Geist in ein Gleichgewicht gebracht. Zudem stärkt Yoga die Muskulatur.

Die „richtige“ oder „ideale“ Sportart bei Krebs gibt es leider nicht. Dafür unterscheiden sich die verschiedenen Krebsarten, Therapieformen und natürlich auch die körperliche Verfassung der einzelnen Patienten zu stark voneinander. Klärung bringt hier zumeist das Gespräch mit dem behandelnden Onkologen, bei Knochenmetastasen auch den mitbehandelnden Orthopäden – es sollte daher erfolgen, bevor mit irgendeiner Art von Bewegungstherapie oder Sport begonnen wird.

Wo finde ich passende Sportangebote?

Sollten Sie sich für eine Bewegungstherapie interessieren, können sie sich an mehreren Stellen informieren. Vor Ort können Sie sich in Spezialsprechstunden an großen Kliniken zum Thema Sport und Bewegung beraten lassen. Auf der Webseite des Krebsinformationsdienstes können Sie psychosoziale Krebsberatungsstellen in Ihrer Nähe suchen, die ebenfalls über Sportangebote informieren. Auf den Webseiten der Landessportbünde und des Deutschen Behindertensportverbands finden sich zahlreiche Angebote rund um den Rehabilitationssport. Allgemeine Sportangebote stehen auch auf der Webseite des Deutschen Olympischen Sportbunds.

Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, sich an Selbsthilfeorganisationen und Patientenverbände in Ihrer Nähe zu wenden. Sie kennen meist die Sportangebote direkt vor Ort.

Sie möchten schon vorher zuhause mit kleinen Übungen starten? Wie zeigt Ihnen die Sportwissenschaftlerin Antonia Pahl in unserem Videoservice und erklärt, was bei Sport im Zusammenhang mit Krankheit und Therapie zu beachten ist.

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