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Sexuelles Übertragungsrisiko

Humane Papillomaviren als Krebsursache

Sex gilt als die schönste Nebensache der Welt. Aber leider birgt der damit verbundene Austausch von Körperflüssigkeiten die Gefahr, sich mit den unterschiedlichsten Krankheitserregern anzustecken. Einige davon können auch Krebs auslösen.

Krebs wird nicht beim Sex übertragen – übertragen werden jedoch Krankheitserreger (Viren) wie das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) und Humane Papillomaviren (HPV). Während es erst im Endstadium einer durch HIV ausgelösten AIDS-Erkrankung zu Krebs kommen kann, führt eine Infektion mit bestimmten Papillomaviren möglicherweise direkt zu Krebs.

Es gibt verschiedene Typen von Papillomaviren. Die harmloseren unter ihnen können Genitalwarzen sowie gutartige Knoten hervorrufen. Die Hochrisiko-Typen (v. a. 16 und 18) erhöhen das Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und Peniskrebs.

Auch beim Oralverkehr können diese Viren übertragen werden. Dadurch kann sich das Risiko für Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum erhöhen.

Eine Impfung kann vor der Ansteckung mit HPV schützen.

Leider schützen Kondome nicht vollständig vor einer Übertragung von Papillomaviren. Einen sicheren Schutz vor den gefährlichsten Typen der Papillomaviren bietet eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission für Mädchen zwischen zwölf und siebzehn Jahren empfohlen wird.

Abgesehen davon ist es sinnvoll die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahrzunehmen, da so mögliche Infektionen und folgende Krebsvorstufen früh erkannt und behandelt werden können.

Andere vaginale Infektionen, die durch Pilze ausgelöst werden, und Infektionen der Genitalorgane erhöhen nicht das Gebärmutterhalskrebsrisiko. Dennoch ist es empfehlenswert, sich vor den sexuell übertragbaren Krankheiten wie AIDS weiter durch Verhütung mit Kondomen zu schützen.

Eine Beschneidung des Penis verringert das Krebsrisiko.

Im Vergleich zu einem beschnittenen Mann trägt ein unbeschnittener Mann ein dreifach größeres Risiko für Peniskrebs. Das liegt daran, dass sich Krankheitserreger – und damit auch Humane Papillomaviren - unter der Vorhaut sammeln und vermehren können. Deshalb sind unbeschnittene Männer auch eher Krankheitsüberträger als beschnittene Männer. Die Beschneidung fördert die lokale Hygiene und verhindert Infektionen und dadurch unter anderem auch Peniskrebs. Damit ist sie gerade in Ländern mit mangelhafter Hygiene anzuraten. In unseren Breiten wird sie manchmal bei Verengung der Vorhaut (Phimose) vorgenommen.

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