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Krebs in Deutschland

Eine allgegenwärtige Erkrankung

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Fast jeder Mensch kennt eine Person, die an Krebs erkrankt oder verstorben ist. Da mit dem Alter das Krebsrisiko zunimmt, spricht man hier von einem demographischen Risikofaktor. Lebensstil und Vererbung können die Entstehung von Krebs ebenfalls begünstigen oder verringern.

Der aktuelle Bericht „Krebs in Deutschland“ des Robert-Koch-Institutes und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. haben für das Jahr 2010 477.300 Personen erfasst, bei denen erstmals Krebs diagnostiziert wurde. Im selben Jahr sind 218.258 Menschen an Krebs verstorben. Bei Männern liegt die Neuerkrankungs- und Sterberate etwas höher als bei Frauen.

 

Diagnose Krebs Deutschland

Erstellt nach Krebs in Deutschland 2009/10; 9. Ausgabe. Robert-Koch-Institut, Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2013)

Bei Männern ist der Prostatakrebs (26,1%) die häufigste Krebsneuerkrankung, gefolgt von Lungenkrebs (13,9%) und Darmkrebs (13,4). Frauen erkranken am häufigsten an Brustkrebs (31,3%), Darm- (12,7%) und Lungenkrebs (7,6%).

Mit 50 % sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt die häufigste Todesursache. Krebs folgt gleich an zweiter Stelle mit 25%. Bei Männern ist Lungenkrebs die Krebsart, die zu den häufigsten Todesfällen führt (24,9%), gefolgt von Tumoren des Dickdarms (11,4%) und dem Prostatakarzinom (10,8%). Bei Frauen ist der Brustkrebs die häufigste Krebstodesursache (17,4%), gefolgt von den Tumoren der Lunge (13,6%) und des Darms (12,5%).

Das Krebsrisiko steigt mit dem Alter…

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, nimmt mit dem Alter stetig zu. Daher wird das Alter auch als demographischer Risikofaktor bezeichnet.

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland ist zwischen 2010 und 2030 mit einem Anstieg der Krebserkrankungen um gut 20% zu rechnen.

Bei den Männern fällt eine besonders starke Zunahme des Erkrankungsrisikos ab dem 50. Lebensjahr auf. Dieser starke Anstieg steht mit dem Risikoverhalten der Männer in direktem Zusammenhang. So treten die Folgen des Tabakkonsums ab diesem Alter deutlich in Erscheinung.

und wird von dem Lebensstil und der Vererbung beeinflusst

Es gibt zwei wesentliche Einflüsse auf das Krebsrisiko. Der eine ist der Lebensstil, der andere die Vererbung. Ein erhöhtes Krebsrisiko haben Personen, die Zigaretten und/oder Alkohol konsumieren, ungesunde Nahrung (fettreich, vitamin- und ballaststoffarm) regelmäßig zu sich nehmen und die sich bewusst häufig starker Sonnenbestrahlung aussetzen.

Die familiäre Belastung ist ein weiteres Risiko, an Krebs zu erkranken. Familien, in denen Krebs gehäuft auftritt, werden als Krebsfamilien bezeichnet. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine bestimmte Krebserkrankung bei einer Familie über Generationen hinweg vermehrt auftritt. Bei 10 bis 15% aller Brustkrebs-, Eierstockkrebs- und Dickdarmkrebs-Erkrankungen ist ein Erbfaktor beteiligt.

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