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Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom

Die häufigste Form des malignen Lymphoms weltweit

Das diffus großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) gehört zu den aggressiven, also schnell wachsenden, Non-Hodgkin-Lymphomen. Es ist die häufigste Neubildung (Neoplasie) des lymphatischen Systems. Die Ursprungszellen dieser Erkrankung sind weiße Blutkörperchen (B-Lymphozyten).

Das DLBCL gehört zu den schnell wachsenden (aggressiven) Non-Hodgkin-Lymphomen. Oftmals tritt die Krankheit durch Schwellungen von Lymphknoten in Erscheinung, die schnell zunehmen. Die Schwellungen sind in aller Regel nicht schmerzhaft und können an verschiedensten Stellen am Körper auftreten. Einige Patienten berichten über Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverslust, die so genannten B-Symptome. Diese Symptome können jedoch auch bei anderen Krankheiten auftreten, weshalb sie kein eindeutiges Zeichen für eine Erkrankung an einem DLBCL sind. Für die Diagnosestellung ist die Untersuchung durch einen Arzt notwendig ist.

Epidemiologie

Über 30% der weltweit diagnostizierten Non-Hodgkin-Lymphome sind diffus großzellige B-Zell-Lymphome. Somit ist das DLBCL das häufigste maligne Lymphom weltweit. Die Häufigkeit des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms beträgt 7 Fälle pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom DLBCL Non-Hodgkin-Lymphome

Anteil des diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms im Verhältnis zu anderen Non-Hodgkin-Lymphomen Erstellt nach: A Clinical Evaluation of the International Lymphoma Study Group Classification of Non-Hodgkin's Lymphoma; Blood: vol. 89; June 1997.

Risikofaktoren

Die Entstehung des DLBCL ist nicht eindeutig geklärt. Sicher ist allerdings, dass Patienten mit einem schwachen Immunsystem – beispielsweise Patienten, die an AIDS erkrankt sind oder bereits eine Organtransplantation hinter sich haben – ein deutlich erhöhtes Risiko haben, zu erkranken.

Unterteilung

Die Einteilung des DLBCL erfolgt nach der so genannten Ann-Arbor Klassifikation, nach der viele bösartige Erkrankungen der Lymphdrüsen eingeteilt werden. Die Klassifikation berücksichtigt das Ausmaß und die Verteilung der Erkrankung im Körper. Es gibt die Stadien I bis IV. Der Zusatz B bedeutet, dass der Patient an einem oder mehreren der oben genannten B-Symptome leidet. Der Zusatz A bedeutet hingegen, dass keine B-Symptome vorliegen. Diese Information ist für die Auswahl der richtigen Therapie von Bedeutung.

Diagnostik und Therapie

Die Diagnose basiert vor allem auf einer geweblichen Untersuchung eines mittels Lymphknotenbiopsie entnommenen Lymphknotens. Zur Bestimmung der Ausbreitung und damit des Stadiums kommen bildgebende Untersuchungsverfahren wie UltraschallRöntgenComputer- und Kernspintomografie sowie die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zum Einsatz. Außerdem wird eine Knochenmarkpunktion vorgenommen, um das Stadium bestimmen zu können.

Die Therapie richtet sich nach Stadium der Erkrankung sowie nach Alter und gesundheitlichem Allgemeinzustand des Patienten. Angepasst daran kommt eine Chemotherapie in Kombination mit einer Immuntherapie zum Einsatz. Ein zeitnaher Therapiebeginn ist wichtig, da das DLBCL in der Regel eine rasch voranschreitende Erkrankung ist.

Prognose

Die Prognose kann sich für einzelne Patienten deutlich unterscheiden. In zwei Dritteln aller Fälle mit fortgeschrittener Erkrankung kann eine komplette Remission, also ein kompletter Rückgang der Erkrankung, erreicht werden. Die durchschnittliche Heilungsrate beträgt für Patienten mit einem DLBCL 60-70%. Einen besonders guten Verlauf weisen jüngere Patienten mit Stadium I-II, normalem LDH-Wert und gutem Allgemeinzustand auf, bei denen ausschließlich die Lymphknoten befallen sind.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Patientenleitlinie auf dem Leitlinienprogramm Onkologie, ein Programm der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und der Deutschen Krebshilfe e.V.

Bei der Deutschen Krebsgesellschaft sind detaillierte Hintergrundinformationen allgemein zu Non-Hodgkin-Lymphomen zu finden. Darüber hinaus bietet das Kompetenznetz Maligne Lymphome Informationen zur Krankheit und Behandlung.

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