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Das Puzzle

Die Diagnose seltener Lymphome

Seltene Lymphome werden meist eher zufällig im Zuge einer Routine-Untersuchung entdeckt, da sie gerade zu Beginn der Erkrankung meist keine Symptome aufweisen. Ein Warnsignal ist ein über längere Zeit angeschwollener, harter, schmerzloser Lymphknoten.

Häufig sind die Symptome der seltenen Lymphome unspezifisch und können auch auf „normale“ Erkrankungen hindeuten. Geschwollene Lymphknoten zählen zu den Hauptsymptomen eines Lymphoms. Diese Schwellungen können zum Beispiel am Hals oder in der Achselregion auftreten. Geschwollene Lymphknoten deuten jedoch nicht in jedem Fall auf ein Lymphom hin. Eine normale Erkältung lässt die Lymphknoten ebenfalls kurzzeitig anschwellen. Ein Warnsignal ist dagegen ein über längere Zeit angeschwollener, harter, schmerzloser Lymphknoten. Häufig treten zusätzlich unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Fieber, Nachtschweiß, unerklärliche Gewichtsabnahme oder Vergrößerung der Milz auf. Betroffene sollten zur Abklärung der Symptome einen Arzt aufsuchen.

Diagnose in mehreren Etappen

Ein ausführliches Anamnese-Gespräch mit dem Betroffenen hilft dem Arzt sich ein besseres Bild über die Art und Dauer der Beschwerden zu machen. Ist der Arzt der Meinung, dass eine akute Erkrankung vorliegt, werden die nächsten Schritte eingeleitet.

Da die Symptome einer Lymphomerkrankung in der Regel eher unspezifisch sind, geht es in den nächsten Schritten darum, den Verdacht auf eine bösartige Lymphomerkrankung zu bestätigen oder im besten Falle auszuschließen. Dafür werden die Betroffenen an Spezialisten für Blut-oder Krebserkrankungen, auch Hämatologen bzw. Onkologen genannt, überwiesen. Die Untersuchungen können entweder ambulant bei einem niedergelassenen Facharzt oder in einer Klinik gemacht werden. Zu diesen Untersuchungen zählen:

  • körperliche Untersuchung wie das Abtasten der Lymphknoten, Milz und Leber um Vergrößerungen festzustellen.
  • Blutuntersuchung (Differenzialblutbild), um Veränderung in der Anzahl der Blutzellen zu bestimmen.
  • Gewebeentnahme eines vergrößerten Lymphknotens, um diesen anschließend mikroskopisch auf Krebszellen, auch Lymphomzellen genannt, zu untersuchen.
  • Knochenmarksuntersuchung, um nach Lymphomzellen zu schauen.
  • molekularbiologische Untersuchung, um nach Veränderungen im Erbgut (den Genen) der Krebszellen zu suchen (bestimmte Veränderungen im Erbgut spielen eine Rolle im Krankheitsverlauf und auch bei der Therapiewahl).

Anhand er Ergebnisse macht sich der Facharzt ein genaueres Bild über die Art des Lymphoms. Die Bestimmung des Lymphom-Typs ist dabei sehr wichtig. Sie ermöglicht Vorhersagen über die Bösartigkeit der Erkrankung, den weiteren Krankheitsverlauf und gibt einen Anhaltspunkt, welche Behandlung am besten geeignet ist. Es gibt viele verschiedene Arten von Lymphomen, die teilweise sehr unterschiedlich verlaufen können und oftmals unterschiedlich behandelt werden.

Hat der Facharzt die Art des Lymphoms bestimmt, wird im nächsten Schritt untersucht wie weit sich das Lymphom im Körper des Patienten ausgebreitet hat, das sogenannte „Staging“ bzw. das Stadium wird ermittelt. Dies umfasst:

  • Bildgebende Verfahren um Vergrößerungen von Milz und Leber und die Verbreitung von vergrößerten, innenliegenden Lymphknoten zu bestimmen mittels:
  • Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit, falls der Verdacht besteht, dass die Hirnhäute von den Krebszellen befallen wurden.

Nach der Diagnose wird Ihr Arzt in Rücksprache mit Ihnen die für Sie und Ihre Erkrankung geeignetste Therapie auswählen.

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