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Fieber, eine vergrößerte Milz und Gewichtsverlust können Symptome einer CLL sein

Diagnose durch Zufall

Bei vielen Patienten verursacht die Chronische Lymphatische Leukämie lange Zeit keine Beschwerden. Dies erschwert die Früherkennung und die Diagnose. Meistens wird die Erkrankung eher zufällig vom Arzt entdeckt. Zu den ersten Symptomen können u.a. das schmerzlose Anschwellen der Lymphknoten sowie eine verstärkte Müdigkeit und Abgeschlagenheit bei den Betroffenen zählen. Diese Krankheitsanzeichen sind jedoch nicht ausschließlich typisch für eine CLL.

Es gibt bestimmte Anzeichen, die auf eine CLL hinweisen. Bei Fortschreiten der Krankheit kann es zu Symptomen wie Nachtschweiß, Fieber und ungewolltem Gewichtsverlust kommen. Des Weiteren können Anämien, Blutungen und eine erhöhte Empfindlichkeit für blaue Flecken auftreten. Da sich diese Symptome auch bei vielen anderen und oft harmloseren Erkrankungen zeigen, ist es unabdingbar, für eine sichere Diagnose einen Facharzt aufzusuchen.

Zufallsdiagnose im Rahmen einer allgemeinen Blutuntersuchung

Oft wird die Erstdiagnose zufällig im Zuge einer allgemeinen Blutuntersuchung gestellt. Ein Hinweis ist das vermehrte Auftreten von B-Lymphozyten im Blut, die Bestandteil des körpereigenen Immunsystems sind. Im weiteren Verlauf kann es zu vergrößerten Lymphknoten sowie einer Vergrößerung von Milz und Leber kommen. Eine Besonderheit der CLL sind so genannte Autoimmunphänomene. Hierbei richten sich die Reaktionen des Immunsystems gegen den eigenen Körper, was häufig zu einer Auflösung der roten Blutkörperchen (Hämolyse) führt, aber auch zu einer Schädigung von Blutplättchen führen kann. Auch die Anzahl der Granulozyten, die den weißen Blutkörperchen zuzuordnen sind, und die Anzahl der von funktionstüchtigen B-Zellen gebildeten Antikörper können im Krankheitsverlauf abnehmen und dadurch das Risiko für Infektionen bei den Betroffenen steigern.

Die Blutuntersuchung gibt in der Regel Aufschluss

Besteht der Verdacht auf eine CLL erfolgen verschiedene Untersuchungen. Dazu gehört in jedem Fall eine genaue Untersuchung des Blutes hinsichtlich des Vorliegens einer CLL-Erkrankung. Unter bestimmten Umständen kann auch eine Lymphknotenbiopsie erfolgen.

Soll therapiert werden?

Ist die Diagnose gestellt, wird darüber entschieden, ob Therapiebedarf besteht und wenn ja, welche Therapie im Folgenden angewendet wird. In jedem Fall aber besteht beim Befund einer CLL kein Anlass für Panik oder zur Verzweiflung. Da die CLL eine chronische Krankheit ist und somit langsam voranschreitet, ist möglicherweise eine Therapie zunächst nicht notwendig und es reicht aus, wenn der Krankheitsverlauf im Rahmen regelmäßiger Untersuchungen genauestens beobachtet wird.

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