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Gemeinsam mit dem Arzt den Prostatakrebs beobachten

Den Krebs im Griff behalten

Nicht immer ist bei Prostatakrebs eine sofortige Behandlung notwendig. Die Beschaffenheit des Tumors, das Stadium der Krankheit sowie die individuellen Umstände entscheiden, welche Therapie in Frage kommt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein kontrolliertes Abwarten unter ärztlicher Aufsicht eine gute Alternative sein.

Die Diagnose Prostatakrebs erfordert nicht zwingend eine sofortige Therapie. Das hängt vom Erkrankungsstadium und der Ausbreitung des Tumors in der Prostata an sich und im Körper sowie dem Aggressivitätsgrades des Tumors bei der Entdeckung ab. Unter Umständen bedarf es nicht grundsätzlich einer sofortigen Gegenmaßnahme, sondern der Prostatakrebs kann gemäß klarer Richtlinien beobachtet werden. Hier spricht man von der Active Surveillance, der aktiven Überwachung.

Mehr Lebensqualität durch „Active Surveillance“

Therapien wie ein chirurgischer Eingriff, eine Hormon- oder Chemotherapie haben häufig Nebenwirkungen. Sofern der Tumor z.B. in Bezug auf Größe und Aggressivität bestimmte Kriterien erfüllt, kann daher eine kontinuierliche ärztliche Beobachtung zunächst die beste Lösung sein. Fachleute nennen das „Active Surveillance“. Diese ermöglicht Patienten mit Prostatakrebs ein Leben ohne jene Beeinträchtigung der Lebensqualität, die eine der genannten Therapien bedeuten würde.

Wann ist eine aktive Beobachtung sinnvoll?

Eine aktive Beobachtung eignet sich besonders für Männer mit einer guten körperlichen Verfassung. Zwar werden regelmäßige Untersuchungen beim Arzt durchgeführt, die Prostata und der Krebs werden jedoch zunächst nicht behandelt. Die Untersuchungen beinhalten das Abtasten der Prostata sowie die Bestimmung des PSA-Wertes.

In den ersten zwei Jahren nach der Diagnose wird der Tumor in der Regel alle drei Monate kontrolliert. Bleibt der PSA-Wert stabil, reicht eine ärztliche Kontrolle zwei Mal im Jahr aus. Zusätzlich werden jährlich Gewebeproben der Prostata entnommen, die auch zur Diagnose dienen.

Eine aktive Behandlung jederzeit beendet werden

Ein Wechsel der kontinuierlichen Beobachtung zur Therapie ist jederzeit möglich. Gibt es bei den engmaschigen Kontrollen Anzeichen auf ein Fortschreiten der Erkrankung, wie ein steigender PSA-Wert oder eine Veränderung des Tumors, kann zu einer anderen Therapie übergegangen werden.

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