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Von Waldpiraten bis Mentoren

Angebote für krebskranke Kinder und Jugendliche

Lange Krankenhausaufenthalte und Nebenwirkungen der Therapien hinterlassen bei krebskranken Kindern und Jugendlichen Spuren. Kontaktmöglichkeiten zu Gleichaltrigen und normale Freizeitaktivitäten sind stark eingeschränkt. In Freizeitcamps und Seminaren können sie gemeinsam mit gleichaltrigen Betroffenen die Erfahrungen während und nach der Therapie verarbeiten und wieder ganz Kind sein.

Erfahrungen während der Therapie, Gefühle der Isolation und der Hilfslosigkeit gehen nicht spurlos an krebskranken Kindern und Jugendlichen vorbei. Kontakt zu anderen Betroffenen und gemeinsame Aktivitäten sind deshalb während und nach der Therapie wichtige Beiträge für ihre soziale Integration. Besonders für Jugendliche ist der Austausch mit anderen Gleichaltrigen in einer ähnlichen Situation schwer, da nur wenige Jugendliche von einer Krebserkrankung betroffen sind.

Für Kinder und Jugendliche gibt es von der Deutschen Kinderkrebsstiftung geförderte und organisierte Angebote zur Selbsthilfe:

  • Mentoren-Projekt
    Das Mentoren-Projekt „Patienten helfen Patienten“ ist ein Selbsthilfeprojekt mit dem Ziel, den Austausch zwischen gleichbetroffenen jungen Menschen zu erleichtern. Damit bietet es den Jugendlichen die Möglichkeit, aus den Erfahrungen von ehemals an Krebs erkrankten jungen Menschen (den Mentoren) Hoffnung zu schöpfen und von ihrem Wissen zu profitieren.
  • Waldpiraten-Camp
    Das Waldpiraten-Camp ist ein Ferien-Freizeitcamp für krebskranke Kinder ab neun Jahren, junge Erwachsene und ihre Geschwister. Neben den nach Alter gruppierten Camps finden auch Camps allein für trauernde Geschwister statt. Über eine Woche lang können sie an einem erlebnispädagogischen Angebot teilnehmen, sich von der Krankheit und Therapie erholen und neue Kontakte und Freundschaften knüpfen. Das Camp wird fast ausschließlich durch Spenden finanziert.
  • Junge-Leute-Seminare
    Auf dem Gelände des Waldpiraten-Camps findet zudem zweimal im Jahr das Junge-Leute-Seminar statt. Junge Erwachsene ab 18 Jahren mit und nach einer Krebserkrankung kommen hier zum Austausch von Erfahrungen zusammen. An dem Seminar können auch ihre Partner, Freunde und Geschwister teilnehmen.

Selbsthilfeangebote vor Ort und Online

Das Angebot an Selbsthilfegruppen für krebskranke Kinder und Jugendliche ist nicht groß. Die Nationale Kontakt- und Informationstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) hat eine Website zum Thema Selbsthilfegruppen speziell für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Dort kann man u. a. Selbsthilfegruppen für junge Menschen in der eigenen Region finden, allerdings nicht ausschließlich zum Thema Krebs.

Regionale Elterngruppen bieten ein umfangreiches Angebot für krebskranke Kinder und ihre Familien: Gesprächsgruppen, gemeinsame Freizeitaktivitäten aber auch Urlaub in Ferienwohnungen für die ganze Familie oder Freizeitcamps gehören zu den Unterstützungsangeboten der gemeinnützigen Vereine. Eine Liste der Elterngruppen, mit denen auch die Kosten besprochen werden können, finden Sie bei der Deutschen Kinderkrebsstiftung.

Onko-Kids-online, organisiert von der Aktion für krebskranke Kinder e. V., ermöglicht Kindern und Jugendlichen sich bereits in der Klinik mit anderen in der gleichen Situation in einem Forum oder Chat zu vernetzen.

Die Elterninitiative Krebskranke Kinder München e.V. hat die Seite http://www.krebs-bei-kindern.de initiiert, die neben einer Mailingliste auch Erfahrungsberichte von betroffenen Kindern und Jugendlichen anbietet. 

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