Prostatakrebs: Früherkennung steigert Heilungschancen Krebshilfe Krebserkennung Krebsfrüherkennung

Vorsorge und Wissen um Symptome erleichtern den Kampf gegen den Krebs

Prostatakrebs: Früherkennung steigert Heilungschancen

Für Prostatakrebs gilt dasselbe wie für fast alle Krebsarten: Je früher er entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Daher ist eine Tastuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr in jedem Fall zu empfehlen. Darüber hinaus gibt es bestimmte Symptome, die nicht unbedingt eine Erkrankung bedeuten müssen, im Gespräch mit dem Arzt aber näher beleuchtet werden sollten.

Der wichtigste Risikofaktor für Prostatakrebs ist das Alter. Je älter der Betroffene, desto höher das Risiko. So liegt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu erkranken, bei einem 45-jährigen Mann bei etwa eins zu zweihundertzwanzig, bei einem 75-Jährigen aber bereits bei eins zu siebzehn. Eine höhere Gefahr besteht bei Männern mit familiärer Vorbelastung – hier sollte bereits ab dem 40. Lebensjahr mit der Vorsorge begonnen werden.

Erfahren Sie in hier mehr über die Prostatakrebs-Früherkennungsuntersuchung:

 

Hinweise, aber keine Beweise: die ersten Anzeichen
 
Abseits regelmäßiger Routineuntersuchungen und unabhängig vom Lebensalter ist ein Arztbesuch bei konkreten Symptomen jedoch in jedem Fall geboten. Das ist schon deshalb wichtig, weil einzelne Beschwerden, die auf eine Prostataerkrankung hinweisen können, keineswegs Krebs bedeuten müssen. Eine frühzeitige Klärung dient also nicht nur der besseren Therapierbarkeit, sondern kann – wenn sie günstigenfalls eine „Entwarnung“ zur Folge hat – auch zur nachhaltigen Beruhigung beitragen.

Charakteristisch für eine Prostatakrebs-Erkrankung ist, dass sie in frühen Stadien kaum zu bemerken ist. Erst zu einem späteren Zeitpunkt können deutlich spürbare Beschwerden auftreten. Diese können sich zum Beispiel in Knochenschmerzen im Bereich der Wirbelsäule oder der Hüfte äußern. Andere Anzeichen wie häufiges nächtliches Wasserlassen oder ein abgeschwächter Urinstrahl sind unspezifische Zeichen, die auf eine Vergrößerung der Prostata hindeuten und daher abgeklärt werden sollten.

PSA-Test: Heiß diskutierte ergänzende Untersuchung

Nicht jede bösartige Veränderung im Bereich der Prostata kann durch eine Tastuntersuchung erkannt werden. Daher kann die Durchführung eines PSA-Tests in Erwägung gezogen werden. PSA ist ein Eiweiß, das nur in der Prostata produziert wird, kann allerdings auch im Blut nachgewiesen werden. Ist der Wert ungewöhnlich hoch oder steigt er kontinuierlich, kann dies auf eine bösartige Veränderung im Bereich der Prostata hinweisen und sollte mit weiteren Untersuchungen abgesichert werden.

Ein PSA-Test kann sinnvoll sein und sollte nach Abwägen der Vor- und Nachteile durch einen Facharzt durchgeführt werden. Denn das Ergebnis kann auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Prostatakrebses hinweisen, eine gesicherte Diagnosestellung ist jedoch erst nach weiteren Untersuchungen möglich. So garantiert ein niedriger Wert nicht zwangsweise die Abwesenheit einer Krebsbildung, während ein erhöhter Wert nicht zwangsläufig Prostatakrebs bedeutet. Die Diagnose Prostatakrebs wird ausschließlich gesichert, indem Prostatagewebe mittels einer Feinnadelpunktion entnommen und in Folge unter dem Mikroskop durch den Pathologen befundet wird.

Mehr Informationen zur Früherkennung bei Prostatakrebs bietet die Kampagne „Deine Manndeckung“. Hier finden Sie alles rund um das Thema Prostatakrebs – von der Früherkennungsuntersuchung bis hin zu regionalen Veranstaltungen bei welchen Sie sich gemeinsam mit Experten über die Früherkennung von Prostatakrebs und nebenbei auch über Männerthemen wie Fußball austauschen können.

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